Montag, 3. Juni 2013

Veganes Leben "auf dem Land" - wer oder was ist Psychovegan?

So, liebe Leser,

dies ist mein erster Blog, seid also bitte nachsichtig mit mir, ohne mich vor Kritik (gerne auch positiver) zu schonen.

Wie beginnt man einen solchen Blog, habe ich mich gefragt und beschlossen, dass es doch erst einmal schön wäre, zu lesen, mit wem man es da zu tun hat.
Also:

Ich bin Odyssee,

weiblich, 32 Jahre jung, lebe irgendwo zwischen Berlin und Magdeburg und bin

Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Rechtspsychologin.

Und nebenbei vegan. Aber erst seit sehr Kurzem.

Seit 2002 lebe ich vegetarisch. Die Beweggründe damals waren insbesondere Erwägungen der Art: wenn ich auf einer Insel strande, das Nahrungsangebot ist schier unüberblickbar, es gibt genug Obst und Gemüse und Nüsse und Wurzeln und, und, und... wäre ich in der Lage, mir einen Hasen zu fangen, ihm das Fell abzuziehen und ihn zu essen? Nö, wäre ich nicht. Nicht, wenn ich keinen Hunger leide. Also, in der Welt, in der ich lebe, ist das Nahrungsangebot unüberblickbar. Lasse ich es zu, dass jemand für mich (was ich irgendwie noch viel feiger finde) diesen Hasen ermordet, damit ich ihn essen kann? Nö, auch nicht.

Die Umstellung damals gelang ganz einfach und unkompliziert, meine letzte Fleischmahlzeit war eine Hackfleisch-Lauch-Suppe auf der Hochzeit meines Bruders, vegetarische Rezepte gab es wie Sand am Meer, also alles ganz einfach. Das Gefühl, auf etwas zu verzichten, hatte ich nie und auch mein Umfeld legte mir keine größeren Steine in den Weg. Trotz allem, immer mitschwingend die furchtsame Frage: aber Käse und Eier, das isst du doch noch, oder?! Ja, natürlich, das esse ich noch, muss ja keiner für sterben.

So lebte ich glücklich und mit reinem Gewissen viele, viele Jahre lang, bis mir in einem Urlaub das Buch "Vegan for Fit" von Attila Hildmann in die Hände fiel. Ich mag solche fatalistischen Dinge eigentlich nicht so, aber ich muss es sagen: dieses Buch hat den Anstoß dazu geben, meine Augen zu öffnen. Erstens, weil ich mir eine vegane Ernährung bis dato nur bedingt vorstellen konnte (wobei, ich habe auch nicht wirklich darüber nachgedacht), zweitens aber auch, weil ich mir zum ersten Mal darüber Gedanken machte, was ich da eigentlich esse:

Hühnermenstruation und Schwangerschafts- verbunden mit Stresshormonen. Doch dazu später mehr.

So kam es, dass ich mich entschied, vegan zu leben (tat ich auch 30 Tage lang, genauso problemlos wie damals die Umstellung auf vegetarisch) und momentan ist die "Vernichtungsphase" sämtlicher nichtveganer Lebensmittel fast abgeschlossen. Erschreckend, in was die Industrie alles Eiweiße und Milchprodukte steckt...

So viel zunächst zu mir. In meinem Blog möchte ich die Themen "veganes Leben" genauso behandeln wie Aufklärung über psychische Störungen und möglicherweise noch einiges mehr. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Kommentare!

Eure

Odyssee

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